Noll und Forstmeister vom RBW geehrt – OMV 2019 des RBW

  • 8. Dezember 2019

Bei seiner Mitgliederversammlung im Haus des Sports in Karlsruhe legte der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) am 7. Dezember 2019 seine Bilanz vor.

Mit der DJK Bruchsal und den Heidelberg Hellhounds wurden zwei neue Vereine aufgenommen. An der Versammlung, an die Geschäftsführer Wolfgang Eitel vom Badischen Sportbund Nord ein Grußwort mit etlichen Komplimenten richtete, nahmen 15 der 18 Vereine mit erfreulich vielen jungen Delegierten teil.

Der RBW hat seine Mitgliederzahl um 2,4 Prozent auf 3009 – 640 weibliche und 2369 männliche – Mitglieder gesteigert, darunter sind 1016 Jugendliche unter 18 Jahren. Im RBW sind 18,54 Prozent der deutschen Rugbyspieler organisiert. Der Mitgliederzuwachs ist gering, aber stetig, weil die Vereine insgesamt 38 Schulkooperationen pflegen.

Aufgrund der Unterstützung durch den LSV Baden-Württemberg für den Leistungssport und die drei Sportbünde für die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern, Trainern, Mentoren, Lehrkräften an den staatlichen und privaten Schulen und Studierenden an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe sowie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, aber auch aufgrund eines zielgerichteten Marketings hat der RBW für 2018 bei Einnahmen in Höhe von 202 733 Euro und Ausgaben in Höhe von 197 771 Euro einen Überschuss von 4962 Euro erwirtschaftet. 158 310 Euro hat der RBW in den Nachwuchs-Leistungssport investiert, der Verwaltungsaufwand war mit 2614 Euro erneut gering.

Die Investitionen in den Sport haben sich ausgezahlt, denn 2019 hat der RBW alle fünf deutschen Siebenerrugby-Meisterschaften der Landesauswahlen durch die Frauen, Männer, U18-Juniorinnen, U18-Junioren und U16-Jugendlichen auf überlegene Weise gewonnen. Der Vorsitzende Claus-Peter Bach (Plankstadt) bedauerte, dass es gegenwärtig keine deutschen Verbandsmeisterschaften im traditionellen Fünfzehnerrugby gebe und fragte: „Wo soll der Nachwuchs für die Nationalteams herkommen, wenn man ihn nicht fördert und fordert?“

Auch die eklatante Störung des Bundesliga-Spielbetriebs durch internationale Maßnahmen der Siebenerrugby-Nationalteams wurde von mehreren Delegierten deutlich gerügt. Zwar sei die erstmals errungene Siebenerrugby-Europameisterschaft 2019 mit zehn baden-württembergischen Männern ein herausragender Erfolg für den Deutschen Rugby-Verband (DRV) gewesen, doch eine Popularisierung des Sports könne nur durch eine exzellent organisierte und vermarktete Bundesliga geschehen – und davon ist man im DRV sehr weit entfernt.

Der RBW betreibt seine Jugendarbeit international: Mit Nationaltrainern aus Wales beim Sommercamp, mit einer Spielreise der U16-Auswahl zur WM nach Kumamoto und mit der Teilnahme der U18-Juniorinnen und -Junioren am Tournoi des Capitales in Paris.

Hans-Jörg Noll (TSV Handschuhsheim) als Leiter des Heidelberger Uni-Rugbys und Florian Forstmeyer (Heidelberger TV) als international tätiger Schiedsrichter-Obmann erhielten die Verdienstnadel des RBW.

Hans Lange (SC Neuenheim) ist Ombudsmann bei sexualisierter Gewalt.

Text: cpb