Hollands Jungen schaffen Überraschung

  • 26. Juni 2018

14:10-Sieg im Finale der SAS Institute Heidelberg Sevens gegen Stadtauswahl Paris – Mädchen der Ile de France spielen zauberhaft auf

Die Nationalmannschaft der Niederlande bei den U16-Jungen und die Auswahl der Ile de France bei den U18-Juniorinnen heißen die Sieger des internationalen Siebenerrugby-Turniers SAS Institute Heidelberg Juniors & Girls Sevens 2018, das der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) am Wochenende unter der Leitung von Jugendwartin Stephanie Krüger und Turnierdirektor Peter Bews zum 24. Mal veranstaltet hat. Die U18-Juniorinnen des RBW belegten unter fünf Auswahlen Platz vier, bei den U16-Jungen hatte der RBW zwei Teams im Rennen, die die Plätze fünf und neun unter zwölf Mannschaften erreichten.

Baden-Württembergs erste Mannschaft, mit der silbernen Plate belohnt, trug sechs Spiele aus und gewann fünf mit einem Spielpunktekonto von 265:37. Die eine – schmerzhafte – Niederlage passierte im falschen Spiel: Am Sonntag um 9.20 Uhr unterlag der Vorrunden-Beste Baden-Württemberg im stets schwierigen ersten Match des zweiten Turniertages gegen den zweitbesten Vorrundendritten Tschechien nach höchst fehlerhafter erster Halbzeit mit 14:17. Da es das Viertelfinale war, galten alle folgenden Bemühungen der Mannschaft von Landestrainer Jan Ceselka den Plätzen fünf bis zwölf, was das Team von Kapitän Jakob Dipper tadellos meisterte. Erst gelang ein 42:10 gegen Belgien, dann ein 42:5 gegen die schottische Selkirk High School. In ihren sechs Spielen erzielten die Baden-Württemberger 44 Versuche, Dipper gelangen acht, dem auch als Kicker famosen Marius Giacomoni sieben.

Sehr erfreulich schnitt Baden-Württembergs zweite Mannschaft unter der Leitung von Trainer Matthias Bechtel ab, die drei ihrer fünf Spiele gewann, 105:86 Spielpunkte erzielte und mit einem abschließenden 22:12 über Hessen den neunten Platz belegte und die Bowl gewann.

Das Endspiel der Jungen war höchst brisant und hart umkämpft. Die favorisierte Stadtauswahl von Paris mit acht Spielern von Stade Français, drei Akteuren von PUC und einem von RCP15 haderte mit dem Referee aus der Schweiz, der ein klar angezeigtes Fünf-Meter-Gedränge nach Ablauf der Uhr nicht mehr ausführen ließ.

Baden-Württembergs Juniorinnen unter der Leitung der Trainer Ioana Sava und Dieter Hanf starteten mit einem 39:7-Sieg über die Schweiz hoffnungsvoll in das Turnier, verloren aber dann vier Spiele, zuletzt das Match um Platz drei gegen Tschechien nach guter Leistung hauchdünn mit 12:14.

Die wichtigen Fairnesspreise gingen an die Schweizer Juniorinnen und die Jungen Israels. Beste Spieler waren Tschechiens Sprinterin Anezka Sladkova und Hollands Gedrängehalb Tim Michel.

U18-Juniorinnen: Baden-Württemberg – Schweiz 39:7, Niederlande – Ile de France 0:27, Tschechien – Ile de France 12:34, Niederlande – Baden-Württemberg 31:5, Schweiz – Tschechien 5:29, Baden-Württemberg – Tschechien 12:20, Ile de France – Schweiz 40:0, Tschechien – Niederlande 7:38, Ile de France – Baden-Württemberg 40:5, Schweiz – Niederlande 0:37. – Tabelle: 1. Ile de France 12 Punkte; 2. Niederlande 10; 3. Tschechien 8; 4. Baden-Württemberg 6; 5. Schweiz 4.

Um Platz 5: Schweiz – Baden-Württemberg II 12:0; um Platz 3: Tschechien – Baden-Württemberg 14:12; Endspiel: Ile de France – Niederlande 33:7.

U16-Jugendliche, Gruppe A: Niederlande – Hamburg 57:0, Tschechien – Paris 7:28, Paris – Niederlande 31:7, Hamburg – Tschechien 0:43, Paris – Hamburg 64:0, Niederlande – Tschechien 28:12. – Tabelle: 1. Paris 9; 2. Niederlande 7; 3. Tschechien 5; 4. Hamburg 3.

Gruppe B: Baden-Württemberg – Brandenburg 49:0, Selkirk – Rumänien 24:24, Rumänien – Baden-Württemberg 0:47, Brandenburg – Selkirk 15:19, Rumänien – Brandenburg 19:12, Baden-Württemberg – Selkirk 71:5. – Tabelle: 1. Baden-Württemberg 9; 2. Rumänien 6; 3. Selkirk 6; 4. Brandenburg 3.

Gruppe C: Belgien – Baden-Württemberg II 24:5, Israel – Hessen 24:7, Hessen – Belgien 7:31; Baden-Württemberg II – Israel 7:31, Hessen – Baden-Württemberg II 14:31, Belgien – Israel 10:17. – Tabelle: 1. Israel 9; 2. Belgien 7; 3. Baden-Württemberg II 5; 4. Hessen 3.

Viertelfinals Cup und Plate: Baden-Württemberg – Tschechien 14:17, Paris – Selkirk 35:0, Israel – Rumänien 24:12, Niederlande – Belgien 19:0.

Halbfinals Bowl: Baden-Württemberg II – Hamburg 40:5, Hessen – Brandenburg 19:7; Halbfinals Plate: Baden-Württemberg – Belgien 42:10, Selkirk – Rumänien 24:5; Halbfinals Cup: Tschechien – Niederlande 7:29, Paris – Israel 32:0.

Um Platz 11: Hamburg – Brandenburg 19:36; um Platz 9 (Bowl): Baden-Württemberg II – Hessen 22:12; um Platz 7: Belgien – Rumänien 31:19; um Platz 5 (Plate): Baden-Württemberg – Selkirk 42:5; um Platz 3: Tschechien – Israel 28:21; Endspiel (Cup): Niederlande – Paris 14:10.