Fünf Turniere, fünf Meistertitel für den RBW

  • 2. Juli 2018

Baden-Württemberg ist nach den Männern auch mit den Frauen, den U16- und U18-Jungen und den U18-Mädchen deutsche Spitze

Eine makellose Bilanz hat der Rugby-Verband Baden-Württemberg vorzuweisen. Zwei Wochen nach den Männern in Hamburg holten sich die U16- und die U18-Jugendlichen in Regensburg den deutschen Meistertitel, während die U18-Juniorinnen und die Frauen in Würzburg triumphierten. Die Trainer hatten viel Lob übrig.


Hoch überlegen zeigte sich die U16-Auswahl Baden-Württembergs im Modus „Jeder gegen jeden“. Gegen Bayern siegten die Gelb-Schwarzen mit 48:0 und ließen auch im folgenden Spiel gegen die Auswahl Brandenburgs mit 35:0 nichts anbrennen. Das Spiel gegen den vermeintlich härtesten Gegner Berlin geriet zur Machtdemonstration. Klar im System und druckvoll nach vorne spielend, zerlegten die Baden-Württemberger ihre Gegner förmlich und gewannen hoch verdient mit 57:0. Im letzten Spiel gegen Nordrhein-Westfalen gab es zwar die ersten Gegenpunkte, aber das trübte die Freude über das 60:5 und den Meistertitel nicht im Geringsten.

Die U18-Junioren startete mit einem 49:10-Erfolg gegen Bayern ins Turnier. Nordrhein-Westfalen war im zweiten Spiel dem baden-württembergischen Angriffswirbel nicht gewachsen, der RBW siegte mit 69:10. Das entscheidende Spiel gegen Berlin war eng umkämpft. Mit klugen Siebenerrugby setzten sich die Gelb-Schwarzen schlussendlich mit 38:20 durch und bejubelte den Doppeltitel beim männlichen Nachwuchs. Landestrainer Jan Ceselka zeigte sich angetan: „Das Training über das ganze, vergangene Jahr hat sich voll ausgezahlt. Wir haben einige Nachwuchsspieler gesehen, die großes Potenzial haben. In den nächsten Jahren wird es unsere Aufgabe sein, diese an den Herrenbereich heranzuführen.“

Ebenfalls beide Titel holten die Frauen-Mannschaften in Würzburg. Die U18-Juniorinnen schlugen Nordrhein-Westfalen mit 38:5 und Bayern mit 46:0. Da bei nur drei teilnehmenden Teams eine Doppelrunde gespielt wurde, behielten die „Bumblebees“ auch hier die Oberhand. Nach einem 48:0 gegen Nordrhein-Westfalen und einem 38:0 gegen Bayern war der ersehnte Titel unter Dach und Fach. Die Frauenmannschaft, die erstmals von der sich nach Kreuzbandriss in der Reha befindlichen Nationalspielerin Anja Czaika trainiert wurde, siegte zum Auftakt mit 42:0 gegen Hessen. Gegen Nordrhein-Westfalen gab es ein ungefährdetes 17:0. Auch gegen Rheinland-Pfalz zeigten die Baden-Württembergerinnen eine konzentrierte Leistung und hatten nach dem 24:0 nur noch Bayern vor sich. In der ersten Halbzeit sah es so aus, als könnten sich die RBW-Frauen ohne Gegenpunkt zum Meister krönen, doch nach der Pause drehten die Gastgeber auf und kamen dank zahlreicher gegen Baden-Württemberg verhängter Straftritte auf 12:14 heran. Dank einer kämpferischen Energieleistung rettete der RBW die knappe Führung über die Zeit und ließ Anja Czaika jubeln: „Das war ein echtes Kampf-Endspiel, aber wir haben letztlich verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft!“

Text: Moritz Bayer